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Mailin & Roman Signer

Kunsthaus Zug: Mailin hat eine Begegnung mit dem Kunstwerk "Seesicht" von Roman Signer, und sie findet es eindrücklich, dass man den See aus einer anderen Perspektive wahrnehmen kann.
Mailin_photo

MINIPORTRÄT DES JUGENDLICHEN

Name: Mailin
Alter: 14 Jahre

Die Lieblingsglacesorte? Schokolade.
Was ist der Duft des Sommers? Die vielen Blumen.
Der schönste Ort der Welt? Irgendwo am Meer.

MINIPORTRÄT DES JUGENDLICHEN

Name: Mailin
Alter: 14 Jahre

Die Lieblingsglacesorte? Schokolade.
Was ist der Duft des Sommers? Die vielen Blumen.
Der schönste Ort der Welt? Irgendwo am Meer.

MINIPORTRÄT DES KÜNSTLERS

Name: Roman Signer
Geburtsjahr: (*1938)

Die Lieblingsglacesorte? Stracciatella
Was ist der Duft des Sommers? Auch Stracciatella.
Der schönste Ort der Welt? Dort wo man geboren ist: bei mir Appenzell.

RomanSigner_Seesicht

Foto Credits: "Seesicht", Roman Signer, 2015, Installation, Stahl und Glas, Vorstadtquai. Eigentümer: Kunsthaus Zug, realisiert mit Beiträgen von Stadt und Kanton Zug sowie von zahlreichen anderen Sponsoren und Donatoren.

Künstler*: Roman Signer (*1938)
Titel des Werks: Seesicht
Jahr: 2015
Technik: Installation, Stahl und Glas
Dimensionen: 706 x 126 x 820 cm
Ausstellungsort:

Kunsthaus Zug
Dorfstraße 27
6301 Zug

www.kunsthauszug.ch

MINIPORTRÄT DES KÜNSTLERS

Name: Roman Signer
Geburtsjahr: (*1938)

Die Lieblingsglacesorte? Stracciatella
Was ist der Duft des Sommers? Auch Stracciatella.
Der schönste Ort der Welt? Dort wo man geboren ist: bei mir Appenzell.

Transkript der Episode

Hallo ich heisse Mailin, bin 14 Jahre alt und komme von Zug.

Kunst ist für mich sehr cool, weil sie sehr divers ist.
Und heute habe ich eine Begegnung mit einem Kunstwerk des Kunsthauses Zug.

MAILIN: Grüezi, wo finde ich die Sehsicht von Roman Signer?

EMPFANG MUSEUM: Die Seesicht von Roman Signer steht seit 2015 im Wasser unterhalb der Rössliwiese, am Zugersee.

MAILIN:

Wir gehen jetzt durchs Tor des Kunsthauses und gehen hinunter Richtung See, vorbei am Burgbach und der Burg.

Ich gehe jetzt zur Seesicht hin. Man sieht sie schon von Weitem, sie ist ganz gross, und es steht eine Türe offen. Und offenbar kann man dort auch hinunter gehen zum Wasser. Heute ist das Wasser recht stürmisch und das Wasser bewegt sich.

Wenn man es so anschaut sieht es sehr massiv aus. Wenn man reinschaut dann geht es tief hinunter. Und ich bin gespannt was man dort unten alles sieht. Es ist eine Treppe, die ins Wasser führt und ganz unten hat es ein Fenster wo man ins Wasser schauen kann.

Jetzt gehe ich die Treppe hinunter – es ist recht steil, es geht recht tief hinunter.

Jetzt bin ich hier unten und schaue aus dem Fenster. Wenn man nach oben schaut sieht man die Wasseroberfläche, wie sie sich bewegt wegen dem Wind. Wenn man ins Wasser schaut, sieht es ganz grün aus. Man sieht am Boden auch noch ein Kayak. Das Kayak hängt da an der Konstruktion und man sieht dass es weit hinunter geht. Und man sieht ein wenig den Boden des Sees.

Das ist eine Installation von Roman Signer, die “Seesicht” heisst. Sie wurde 2015 realisiert. Es ist eine Installation von Stahl und Glas am Vorstadtquai. Die Dimensionen sind 706x126x820 cm.

Ich finde es sehr cool, weil man den See aus einer anderen Sicht sieht und auch wie sich die Wellen oben ein wenig bewegen. Man sieht allerdings keine Fische und so. Also es wäre noch cool, wenn man noch mehr Fische sehen würde, weil das wäre ein ganz andere Perspektive.

Das Glas vorne ist recht gross, deswegen fühlt man sich auch nicht so eingeengt, wenn man bedenkt, dass man in einem Kasten im Wasser ist. Ich frage mich ob sich Roman Signer etwas überlegt hat mit Lichtspiel und auch der Perspektive. Ob er schauen wollte, ob man etwas anderes sieht, ob man den See aus einer anderen Perspektive wahrnimmt.

ROMAN SIGNER:

Zur Seesicht: natürlich ist das eine ganz andere Perspektive, wenn man von unten hinauf zur Wasseroberfläche schaut. Man sieht wirklich die Wellen aus einer ganz anderen Sicht – ja, ganz anders. Und die Taucher, ja wenn man taucht dann sieht man das so, wenn man mit der Taucherbrille nach oben schaut.

Ja, das hat natürlich auch zu tun mit dem Ort. Dies ist ja die “Katastrophenbucht”. Und diesen Ort habe ich ganz besonders ausgewählt. Weil hier hat es ja eine riesige Katastrophe gegeben, Sie kennen doch diese Geschichte, oder? Als das ganze Seeufer in den See gerutscht ist, mitsamt allen Häusern. Man hat mich gefragt, ob ich eine Arbeit dazu machen möchte, ein Skulptur am See. Und dann habe ich dies vorgeschlagen.

Wir haben ein grosses Problem mit der “Seesicht”, und das sind die Algen. Der Zugersee hat sehr viele Algen. Und das hängt damit zusammen, dass die Lorze [Fluss], die fliesst in den Zugersee, fliesst aber etwa 200 Meter weiter unten schon wieder raus, und kann sich nicht durchmischen. Deshalb hat der Zugersee viele Algen. Und dann kommt alle zwei Wochen eine Taucherin, und kratzt die Scheibe ab. Und dann sieht man wieder raus für ein paar Tage, aber dann ist es sehr schnell wieder zu.

MAILIN:

Und wenn ich da hinunter schaue sehe ich ein Kayak, und ich möchte gerne wissen, ob das auch von ihm angelegt wurde oder ob das eine andere Geschichte war oder ob das was damit zu tun hat.

ROMAN SIGNER:

Das Kanu, das haben wir versenkt. Also es ist geschwommen und dann habe ich mit einer Explosion ein kleines Loch gemacht. Und dann ist das Kanu wie eine Titanic langsam versunken. Und dann hat man gemerkt, dass es immer tiefer hinunter rutscht, weil es geht ja steil hinunter, der Seegrund. Und deshalb hat man es angebunden an der Konstruktion, damit es nicht ganz verschwindet.

Ja, vielen Dank für die Fragen und dass ich dazu etwas sagen durfte.

°°

"ART'S COOL" oder "Art is cool"!

Dies ist eine Begegnung mit einem zeitgenössischen Kunstwerk in der Schweiz, betrachtet, erkundet, und hinterfragt von jungen Menschen. Auf die Fragen der Jugendlichen geben wiederum die Künstlerin oder der Künstler auf ihre Weise eine Antwort. Ganz einfach, nicht?

Heute ging es um “Seesicht”, ein Kunstwerk von Roman Signer, untersucht vom neugierigen Blick von Mailin.

Verpasse nicht das Kunstwerk in Wirklichkeit selber zu entdecken, im Kunsthaus Zug.

Und sammle zeitgenössische Kunst mit deinen Ohren! Triff fast jede Woche auf eine neue Episode um deine eigene Sammlung zu komplettieren – jedes Mal mit einem anderen Fokus zu einem Kunstwerk in der Schweiz.

Du findest alle Portraits der jugendlichen Fans der zeitgenössischen Kunst, die Kurzbiographien der interviewten Künstlerinnen und Künstler und die Bilder der Werke auf der Webseite artscool.ch.

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Der Podcast ART’S COOL wird realisiert und ausgestrahlt mit der grosszügigen Unterstützung der Loterie Romande, Pro Helvetia, der Fondation Gandur pour la Jeunesse, der Ernst Göhner Stiftung, der Oertli-Stiftung, der Sandoz-Familienstiftung und dem Migros-Kulturprozent.

Mit der Stimme von Florence Grivel in der französischen Version und Stephan Kyburz in der deutschen Version.
Musik and Sounddesign von Christophe Gonet.

Dies ist eine Produktion Young Pods.