{"id":2488,"date":"2023-06-01T18:24:49","date_gmt":"2023-06-01T16:24:49","guid":{"rendered":"https:\/\/artscool.ch\/?post_type=podcast&#038;p=2488"},"modified":"2024-10-04T12:50:04","modified_gmt":"2024-10-04T10:50:04","slug":"shania-roland-herzog","status":"publish","type":"podcast","link":"https:\/\/artscool.ch\/de\/podcast\/shania-roland-herzog\/","title":{"rendered":"Shania &amp; Roland Herzog"},"content":{"rendered":"<p class=\"has-small-font-size\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<h3><strong>Hoi zusammen, ich bin Shania, ich wohne in W\u00fcrenlos, und bin im Moment 18 Jahre alt.<\/strong><\/h3>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<h3><strong>Kunst bedeutet f\u00fcr mich eigentlich ganz viel. Es ist etwas Wichtiges auch in meinem Leben, und es ist etwas Vielf\u00e4ltiges, etwas ohne Grenzen, das eine Emotion bei jemandem ausl\u00f6st.<\/strong><\/h3>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<h3><strong>Heute habe ich eine Begegnung mit dem K\u00fcnstler Roland Herzog und wir betrachten sein Kunstwerk hier in Wettingen. Kommt ihr auch mit?<\/strong><\/h3>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p><strong>SHANIA:<\/strong> Wir befinden uns hier auf der Klosterhalbinsel, ich komme jeweils mit dem Velo hierhin an die Schule und fahre vor dieses Geb\u00e4ude. Dies ist die Mensa und unten drin die Cafeteria von unserer Schule. Auf der Klosterhalbinsel befindet sich die Kantonsschule Wettingen und diese ist auf ganz viele Geb\u00e4ude aufgeteilt, und eines davon ist die Mensa.<\/p>\r\n<p>Wir befinden uns bereits vor dem Kunstwerk, und man sieht ein grosses Geb\u00e4ude, rechts der Altbau und hier links der Anbau, der relativ dunkel aussieht schon von Weitem. Es sind Aluminiumplatten, die haben alle so ein Blattmuster hinein perforiert. Die Aluminiumplatten haben ein dunkles Anthrazit, w\u00fcrde ich sagen. Man sieht es wirklich schon von Weitem und es bildet einen recht starken Kontrast zum Rest des Geb\u00e4udes. Die Wirkung auf mich ist sehr stark, ich finde, wie gesagt, den Kontrast sehr intensiv zwischen dem Neubau und dem Altbau.<\/p>\r\n<p>Das Kunstwerk heisst \u201cOrnament\u201d und ist von Roland Herzog erstellt worden. Das Werk befindet sich bei der Mensa der Kantonsschule Wettingen auf der Klosterhalbinsel und ist 2008 realisiert worden. Aussen herum ist eine perforierte Aluminiumfassade. Und das Werk ist in Zusammenarbeit mit dem Architektenkollektiv :mlzd aus Biel entstanden.<\/p>\r\n<p>Ich habe jetzt auch noch einige Fragen an den K\u00fcnstler Roland Herzog.<\/p>\r\n<p><strong>ROLAND HERZOG:<\/strong> Gr\u00fcezi Shania, danke f\u00fcr die Fragen zu meinem Kunstwerk, welches f\u00fcr mich vor langer Zeit entstanden ist.<\/p>\r\n<p><strong>SHANIA:<\/strong> Und die erste Frage w\u00e4re, welche Bedeutung oder Botschaft m\u00f6chten Sie uns mit diesem Werk uns vermitteln?<\/p>\r\n<p><strong>ROLAND HERZOG:<\/strong> Mein absolut erster Ankn\u00fcpfungspunkt war der Park hier vom Kloster Wettingen, wo viele Pflanzen auftauchen, und mir war gleich klar, dass ich hier ein Pflanzenornament oder -motiv dar\u00fcber ziehen m\u00f6chte, \u00fcber die ganze Fassade. Das war die erste grunds\u00e4tzliche Idee auf der Bedeutungsebene. Eigentlich auf einer abstrakten Fassade sozusagen, in der Perforation hin\u00fcber zuweisen in den Park, der hier nicht ganz so pr\u00e4sent ist, wie wenn man im Park selber stehen w\u00fcrde.<\/p>\r\n<p><strong>SHANIA:<\/strong> Was hoffen Sie, dass die Menschen, die Ihr Werk betrachten, f\u00fchlen oder erfahren?<\/p>\r\n<p><strong>ROLAND HERZOG:<\/strong> Ich hoffe, dass dieses Pflanzenmuster durchdringt und ihnen eine Bereicherung ist und diese Ankn\u00fcpfungspunkte machen k\u00f6nnen zum Park oder zur gr\u00fcnen Umgebung, die hier ist. Ich war selber \u00fcberrascht \u00fcber die Gr\u00f6sse und wie dunkel diese Fassade ist, zusammen mit der Perforation, und das war nicht nur unter meiner Kontrolle. Dies war auch eine Einschr\u00e4nkung durch die Materialien, die vorhanden waren.<\/p>\r\n<p><strong>SHANIA:<\/strong> Meine n\u00e4chste Frage ist, wie die Resonanz der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler und der umliegenden Gemeinschaft war.<\/p>\r\n<p><strong>ROLAND HERZOG:<\/strong>\u00a0Die konkrete Resonanz der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler kenne ich eigentlich nicht direkt, weil es wenig bekannt ist, das ich dies gemacht habe. Aber ich denke, es wird gut aufgenommen. Die ganze Mensa ist gut gebaut und dies liegt vor allem an den Architekten; sehr gut durchdacht, dass sie den Altbau unterteilt haben in zwei grosse R\u00e4ume und den K\u00fcchenteil abgesetzt in diesem dunklen Kubus mit der Grundform eines Hauses. Das ist die \u00d6rtlichkeit, die gut eingerichtet ist und die Fassade wird, glaube ich, sehr gut aufgenommen. Es gibt auch \u2013 und dies ist beabsichtigt \u2013 durch die wenigen Fenster gibt es eine Art Lichterspiel. Man sieht nach aussen, man sieht hinten das Gr\u00fcn und dort kommt das pflanzliche Gr\u00fcn wieder in die Fassade hinein und wird so wahrgenommen. Also der Aussenraum und der Innenraum, die kommen irgendwo zusammen in den Momenten, wenn die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler oder die Ben\u00fctzer des Geb\u00e4udes nach draussen schauen.<\/p>\r\n<p>Wie ich weiss von den Architekten, hat das Projekt ein grosses Echo ausgel\u00f6st und es gibt immer noch Personen, die sich anmelden, also Architektenteams, die hierherkommen, um es anzuschauen und zu studieren, obwohl es schon 15 Jahre her ist, also h\u00f6re ich immer wieder von Leuten, die es anschauen m\u00f6chten. Weil dazumal, zu der Zeit hat man noch nicht so oft mit ornamentierten oder perforierten Fassaden experimentiert. Es war auch noch ein Entwicklungsstadium. Man muss auch bedenken zwischen 2002 und 2008 ist einiges passiert auch dort in den Entwicklungen. Und diese schauen dies immer mal wieder an.<\/p>\r\n<p>Und ich sehe, dass in den letzten Jahren immer mehr Geb\u00e4ude mit dem umgehen, sei es in einem kleinen Teil vom Balkongel\u00e4nder zum Beispiel, oder in einem Geb\u00e4ude wo es mehr integriert ist. Ich sehe seit dann, dass es mehr auftaucht in der Architekturszene. Ob es eine direkte Folge ist, weiss ich nicht, aber ich freue mich, dass ich bei einem der ersten Projekte, die damit gearbeitet haben, dabei sein durfte.<\/p>\r\n<p><strong>SHANIA:<\/strong> Wie unterscheidet sich dieses Werk \u201cOrnament\u201d von Ihren bisherigen Projekten?<\/p>\r\n<p><strong>ROLAND HERZOG:<\/strong> Meine bisherigen Projekte waren haupts\u00e4chlich dreidimensional in Formen, also Skulpturen tats\u00e4chlich. Zeichnungen habe ich nur am Rande betrieben. Es war schon ein wichtiger Moment, und hier kommt einiges zusammen in der Fl\u00e4che, eine Zeichnung, die eigentlich dreidimensional wirken soll, oder die die ganze Fl\u00e4che beleben soll. Also das Skulpturale ist vom Geb\u00e4ude und die Zeichnung, die sich dar\u00fcber zieht, soll \u2013 und dies ist beabsichtigt \u2013 m\u00f6glichst abwechslungsreich sein. Es soll nicht so sein, obwohl es eine technische Herstellung ist, dass es wiederholt aussieht. Mit der Wiederholung des Musters wollte ich eine Regelm\u00e4ssigkeit durchbrechen. Es hat in dieser Technik nur sechs Stanzwerkzeuge gegeben, mit welchen man die Maschine best\u00fccken konnte und mein Ziel war es, \u00fcber das Computerprogramm eine solche Vielfalt zu erstellen, dass es schliesslich wie eine Pflanze aussieht, die \u00fcber das ganze Geb\u00e4ude w\u00e4chst. Ich habe mich auch bei den Figuren, also bei den Zeichnungen inspirieren lassen bei einer Pflanze, und zwar bei der Clematis, die auch eine Kletterpflanze ist, und die tendenziell eine solche Geb\u00e4udeh\u00f6he erreichen k\u00f6nnte, wenn es sie auch wirklich g\u00e4be, f\u00fcr diese Pflanze.<\/p>\r\n<p>Vielen Dank f\u00fcr deine Fragen.<\/p>\r\n<p>Es war sehr spannend, hier Auskunft geben zu d\u00fcrfen, und viel Freude bei weiteren Begegnungen mit diesem Werk.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p>\u00b0\u00b0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-small-font-size\">\"ART'S COOL\" oder \"Art is cool\"!<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-small-font-size\">Dies ist eine Begegnung mit einem zeitgen\u00f6ssischen Kunstwerk in der Schweiz, betrachtet, erkundet, und hinterfragt von jungen Menschen. Auf die Fragen der Jugendlichen geben wiederum die K\u00fcnstlerin oder der K\u00fcnstler auf ihre Weise eine Antwort. Ganz einfach, nicht?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-small-font-size\">In dieser zweiten Saison l\u00e4dt unser Podcast dich ein, Werke ausserhalb der \u00fcblichen Ausstellungsorte zu besuchen, meistens im Freien! Fast jede Woche entdecken wir gemeinsam eine k\u00fcnstlerische Sch\u00f6pfung, die irgendwo in der Schweiz im \u00f6ffentlichen Raum zu finden ist.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-small-font-size\">Heute ging es um das Kunstwerk \"Ornament\" von <a href=\"http:\/\/www.rolandherzog.ch\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/www.rolandherzog.ch\">Roland Herzog<\/a>, untersucht vom neugierigem Blick von Shania. Verpasse nicht, das Kunstwerk in Wirklichkeit selber zu entdecken, und zwar in Wettingen, bei der Mensa der Kantonsschule Wettingen auf der Klosterhalbinsel.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-small-font-size\">Sammle zeitgen\u00f6ssische Kunst mit deinen Ohren! Die Webseite <a href=\"https:\/\/artscool.ch\/de\/\"><strong>artscool.ch\/de<\/strong><\/a> pr\u00e4sentiert alle Episoden, die seit Herbst 2021 ausgestrahlt wurden. Eine vielf\u00e4ltige und wachsende Sammlung! Ausserdem findest du dort alle Portraits der jugendlichen Fans der zeitgen\u00f6ssischen Kunst, die Kurzbiographien der interviewten K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler und die Bilder der Werke.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-small-font-size\">Falls du zur Verbreitung des Podcasts ART\u2019S COOL beitragen m\u00f6chtest, z\u00f6gere nicht\u2026 in deinem Umfeld dar\u00fcber zu sprechen, den Podcast auf deiner bevorzugten Plattform zu abonnieren und mit f\u00fcnf Sternen zu bewerten. Du kannst uns auch auf Instagram folgen unter dem Account <strong><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/young_pods\/\">young_pods<\/a>.<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-small-font-size\">Der Podcast ART\u2019S COOL wird realisiert und ausgestrahlt mit der grossz\u00fcgigen Unterst\u00fctzung der Loterie Romande, dem Migros-Kulturprozent, der Oertli-Stiftung, der Sandoz-Familienstiftung, den Kantonen Aargau, Basel-Stadt, Bern, Genf, Glarus, Graub\u00fcnden, Obwalden, Sankt Gallen, Solothurn, Thurgau, Waadt, Wallis, Zug, Z\u00fcrich, und den St\u00e4dten Winterthur, Yverdon-les-bains, Zug und Z\u00fcrich.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-small-font-size\">Mit der Stimme von Florence Grivel in der franz\u00f6sischen Version und Stephan Kyburz in der deutschen Version.<br \/>Musik and Sounddesign von Christophe Gonet.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-small-font-size\">Dies ist eine Produktion <a href=\"https:\/\/www.youngpods.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Young Pods<\/strong><\/span><\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kantonsschule Wettingen: Shania hat eine Verabredung mit dem Werk \"Ornament\". 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